Was ist die geplante Obsolenz?

Geplante Obsolenz ist eine absichtliche Verkürzung der Lebensdauer eines Produkts, um einen vorzeitigen Neukauf zu forcieren. Ein bereits in die Konzeption einbezogener Verschleiß, der, unterstützt durch Marketing- und Werbemaßnahmen, den Verbraucher dazu bringen soll, seinen Artikel früher als eigentlich nötig zu ersetzen – also eine Art des Konsumzwangs.
Geplante Obsolenz kann in drei Formen auftreten:
  • Funktionell: Das Produkt geht nicht mehr und lässt sich auch nicht reparieren, weil die kaputten Teile nicht austauschbar sind.
  • Psychologisch: Wenn man sich auf die Mode beruft und den Verbraucher aktiv dazu animiert, seinen Artikel wegen seines Aussehens auszutauschen.
  • Technologisch: Es gibt keinen Kundenservice mehr oder die Updates sind zu schwer für das installierte Betriebssystem.

Wie kam man zur geplanten Obsolenz?

Die Theorie stellte erstmals Bernard London 1932 auf , um das Wirtschaftswachstum nach der Great Depression wieder anzukurbeln. Demnach kommt die geplante Obsoleszenz sowohl der Wirtschaft als auch der Gesellschaft zugute, da sie ein Modell unterstützt, das auf Produktion, Konsum und Investitionen, der Schaffung von Wohlstand und Arbeitsplätzen und der Unterstützung der öffentlichen Ausgaben basiert, die wiederum durch die Mehrwertsteuer gespeist werden. Im Laufe der Jahrzehnte wurden jedoch die Grenzen dieses Modells deutlich …

Was können wir gemeinsam gegen geplante Obsoleszenz unternehmen?

Parallel zur Notwendigkeit eines Wandels zeigen sich auch Gesellschaft, Politik und Wirtschaft stärker sensibilisiert für das Thema und bringen neue Modelle hervor: Vermietung, Reparatur, Rekonditionierung, Recycling, nachhaltige und verantwortungsvolle Produktionsweisen und Zertifizierungen. Auch Gesetzgeber wird aktiv, wie in Frankreich, dem ersten Land der Welt, das diese Praxis 2015 verboten hat. Und verantwortungsbewusste Hersteller treffen qualitative Entscheidungen, um die Verschwendung von Ressourcen einzudämmen und eine lange Lebensdauer ihrer Produkte zu gewährleisten. So wie Laurastar, das sich bereits seit 40 Jahren prioritär dem Kampf gegen die geplante Obsoleszenz verschrieben hat. Daher sind alle Geräte der Marke dank robuster Bauweise und hochwertiger Konzeption mindestens 10 Jahre lang reparierbar und können ihren Besitzer eine ganze Generation lang begleiten.
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Für eine ethischere Welt

Durch die Eindämmung übermäßigen Konsums und damit der negativen Auswirkungen der Überproduktion bietet die Ablehnung der geplanten Obsolenz auch Lösungen für den Erhalt der Umwelt und ein insgesamt ethischeres Verhalten. Dabei spielen Produzenten wie Verbraucher eine wichtige Rolle. Denn der Kampf gegen vorzeitigen Verschleiß ist Teil eines umfassenderen Engagements für eine gerechtere Welt und besseren Umweltschutz. Es liegt an jedem von uns, dies zu verstehen und umzusetzen.