Ja, wenn Sie Kleidung, Wäsche, Hand- und Geschirrtücher mit hohen Temperaturen waschen (mindestens 60°C). Bei niedrigeren Temperaturen können Mikroorganismen wie Bakterien jedoch nicht abgetötet werden. Wenn gewisse Vorsichtsmaßnahmen nicht eingehalten werden, wimmelt es in Waschmaschinen nur so von Mikroben.

Der berühmte Professor für Mikrobiologie an der Universität von Arizona Charles P. Gerba forscht seit vielen Jahren am bakteriologischen Umfeld des Wohnraums und hat zu diesem Thema zahlreiche Studien durchgeführt. Seine Arbeit zielt darauf ab, die breite Öffentlichkeit bezüglich der Rolle von Mikroorganismen in der Hygiene des Umfeldes zu sensibilisieren. Insbesondere hat er das Waschen in der Maschine und die Auswirkung der Temperatur auf das Absterben der Bakterien untersucht. Das Beispiel der Unterwäsche ist besonders interessant. Gerba konnte nachweisen, dass Bakterien bei zu niedriger Temperatur nicht nur nicht abgetötet werden, sondern darüber hinaus sogar die anschließend gewaschenen Kleidungsstücke verunreinigen können, da sie in der Trommel verweilen.

Um Zeit zu sparen, kommt in vielen Haushalten der Kurzwaschgang bei 30°C zum Einsatz, ohne die Wäsche zu sortieren.
Synthetische und Kunstfasern haben Naturfasern verdrängt und dürfen häufig nur bei maximal 30°C gewaschen werden. Da sie auch nicht gebügelt werden müssen, werden sie von ihren Trägern niemals hygienisch gereinigt.
Die niedrige Temperatur verbraucht weniger Energie: durch eine Wäsche bei 30°C können bis zu 40% der Energie gespart werden.
Außerdem gibt es eine ganze Kategorie an Textilien, die man überhaupt nicht waschen kann und auf denen sich Mikroben vor allem im Winter entwickeln und vermehren.

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